Tschuldigung… Bin ich hier beim Spiel, oder ist das ein Boxkampf?

5 05 2008

Am Wochenende habe ich mir das Spiel des SSV Reutlingens gegen die Stuttgarter Kickers im Stadion angeschaut. Allerdings – für eine Reutlingerin gar nicht typisch – im Gästeblock. Das hatte zum einen den Grund, dass Freunde von mir Kickers-Fans sind und extra für dieses Spiel nach Reutlingen gekommen sind und zum anderen identifiziere ich mich nicht besonders mit dem SSV, auch wenn ich die Stadt sehr mag. Im Großen und Ganzen ist mir das alles egal, Hauptsache es gibt ein spannendes Spiel. Das gab es auch und ein bisschen musste ich mich schon beherrschen, dass man mir meine Freude über den 3:1-Sieg des SSVs inmitten unserer Gäste nicht zu sehr anmerkte. Diese waren nicht mehr ganz so gut gelaunt, aber Einwürfe wie, „Nemm‘ doch doin Drakdor ond fahr‘ hoim, dua bauer“, fand ich aus dem Mund eines „Stadtmenschen“ dann doch eher unterhaltsam, als störend. Leider sahen das mal wieder nicht alle Anwesenden so. Es gibt eine Menge „Fans“, die es schaffen bei jedem Spiel einen „Platzverweis für grobe Unsportlichkeiten“ zu bekommen. Das haben sie auch dieses Mal geschafft – schon vor dem Spiel – mit dem Anlass, dass ein Kickers-Fan sie als „sch… Reutlinger“ bezeichnet hat. Ich finde das wirklich unfassbar kontraproduktiv und einfach nur bescheuert. Allein schon die Tatsache, dass ein Verein wie der SSV, der jedes Jahr kurz vor der Pleite steht, für seine Spiele inzwischen eine Wachmannschaft ordern muss, die für einen Besuch der Queen reichen würde, ist total absurd. Das hat mit Sport nichts mehr zu tun und schadet in diesem Fall wirklich ganz beträchtlich dem Ansehen des Vereins. Tatsächlich gibt es aber Leute, die nur zum Spiel kommen um sich dort zu prügeln. Meine Bitte – sucht euch eine Sportart aus, die ich nicht mag um diese zu sabotieren oder prügelt euch einfach daheim, das ist sogar billiger. Wer seine Aggressionen nicht zügeln kann, sollte es vielleicht mal mit Baldrian statt Bier versuchen. Dann können alle die Spiele genießen, ohne Zwischenfälle dieser Art: Spiegel

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One response

5 05 2008
Jens

Boxen wäre wirklich der richtige Sport für solche Leute (Ringen wäre eine Ausweichmöglichkeit).

Zu deinem Artikel fiel mir ganz spontan ein (un)passender Spurch (Versprecher) von Berti Vogts zum Thema Gewalt im Stadion ein:

“Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.”

War das wirklich so gemeint?!? 🙂

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