Überblick über „mein“ Educamp

7 05 2009

Inzwischen ist es schon etwas länger her, dass ich auf meinem ersten EduCamp in Illmenau war. Trotzdem möchte ich den Artikel, der hier seit fast drei Wochen wartet noch nachschieben.

Was ist ein EduCamp?
Ein EduCamp ist eine Form eines BarCamps. Dabei treffen sich verschiedene Interessenten zu einem bestimmten Thema. Jeder Teilnehmende kann Sessions anbieten und die anderen Teilnehmer entscheiden dann gemeinsam, welche Sessions wann abgehalten werden. Im Fall des EduCamps werden in diesen Sessions Inhalte rund um „Lehren und Lernen im Web 2.0“ vorgestellt und diskutiert.

An dem Wochenende habe ich viele dieser Sessions besucht. Die Auswahl aus den vielfältigen, interessanten Angeboten fällt dabei wirklich nicht gerade leicht, aber ich musste mich entscheiden.
Ich möchte hier einen kleinen Überblick über die Sessions geben, die ich an diesem Wochenende besucht habe. Allerdings könnte man mit den Inhalten ein Buch füllen, deshalb habe ich beschlossen zu jeder Session nur kurz die für mich wichtigsten Thesen, Fragen und Ideen vorzustellen. Viele dieser Fragen sind auch nach dem EduCamp noch offen, deshalb sehe ich diese eher als Impulse an weiterzudenken. Wer mehr über ein Thema wissen oder einbringen möchte kann dies sehr gerne tun.

1. Wikis und Blogs mit großen Gruppen – formelle Lernprozesse
Die Arbeit im Web 2.0 ist dann spannend, wenn jeder einzelne Lernende neue Inhalte einbringen kann. Wird aber in großen Gruppen am gleichen Thema gearbeitet, geht die intrinsische Motivation, die von der Arbeit im Web 2.0 ausgeht, verloren. Das wäre in der Schule der Fall –> keine Zukunft für Web 2.0 in der Schule?

2. Lernvideos in der Schule – Produktion sofatutor.com
Hintergrund: Sofatutor ist ein Videoportal für Lernvideos.
Session: Wenn Schüler Lernvideos erstellen, lernen sie unheimlich viel über den Inhalt. Braucht man dafür eine spezielle Plattform oder reicht Youtube und Co. aus? Darf ein solches Angebot Geld kosten?
www.sofatutor.com

3. Kollaboratives Arbeiten am Beispiel von Mediabird
Hintergrund: Mediabird ist ein Moodle Plug-In zur gemeinsamen Textbearbeitung. Jeder Teilnehmer kann Textstellen markieren, kommentieren oder Fragen dazu stellen, die von den anderen dann beantwortet werden können.
Session: Warum arbeiten so wenige Studenten gemeinsam über das Internet (Mitschriebe austauschen, Texte diskutieren, Fragen stellen und beantworten, etc.)? Bieten sich Anwendungen wie Mediabird dafür an? Wie können diese bekannt gemacht werden?
www.mediabird.net/de ähnliche Alternative für jede Webseite: http://www.tucent.net

4. Live Online Unterricht mit virtuellen Klassenräumen am Beispiel von Viclaroo
Hintergrund: Viclaroo ist ein Tool bei dem online per Videochat, Whiteboard und anderen Anwendungen Nachhilfeunterricht gegeben werden kann.
Session: Viclaroo dient eher der Kommunikation zwischen zwei Personen, anstatt der Gruppenkommunikation. Die Diskussion konzentrierte sich deshalb letztendlich auf die Frage: Was ist eigentlich ein virtueller Klassenraum?
http://www.viclaroo.de

5. Entwicklung einer Elearning APP-Problemlösungen am Beispiel von Cobocards
Hintergrund: Bei Cobocards kann mit virtuellen Karteikarten alleine, oder in Gruppen gelernt werden.
Session: Die Entwicklung ist ein nie abgeschlossener Prozess bei dem Kontakte nach außen helfen, sei es bei den anfänglichen Umsetzungsproblemen oder bei späteren Verbesserungen. Es ist erstaunlich was sich aus einer Diplomarbeit entwickeln kann.
http://cobocards.de

6. Hardbloggin´scientists
Die öffentliche Wissenschaft ist eine tolle Sache und lässt sich gut durch bunte Buttons vermarkten. Hier wurden die Hardbloggin‘ scientists vorgestellt und überlegt, wie öffentliche Wissenschaft generell gefördert und transparenter gemacht werden kann.
www.hardbloggingscientists.de

7. Weltverbesserungsprojekt Afrika Open Beninois-Network Neuron
Die Welt lässt sich am sinnvollsten verbessern, indem alle „ja, abers“ in konstruktive Überlegungen umgewandelt werden und ohne Bürokratie möglichst sofort, vor Ort gehandelt wird. Ein wirklich beeindruckendes Projekt zur Unterstützung der Menschen in Benin.
http://webenin.wordpress.com

8. Maschendraht-Community – Wie erreichen wir die Lehrenden?
Hintergrund
Session: Diskussion darüber warum es immer noch schwer fällt Lehrende für den Einstieg zu begeistern. Welche Voraussetzungen und Angebote muss es geben um dies zu erreichen?
http://maschendraht.mixxt.de

9. – NLP – ein anderes Kommunikationsmodell im Unterricht
Eine Session zur Neuro-Linguistischen Programmierung, die sich mit der menschlichen Kommunikation beschäftigt. Hier wurde eine umfassende Einführung gegeben mit Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis.
http://www.nlp.de/

10. Community-Projekte im Unterricht am Beispiel von Stadtwikis
Wie können Stadtwikis im Unterricht eingesetzt werden? Diese Diskussion wurde nicht nur dort geführt, sondern wird uns in nächster Zeit noch ausgiebig beschäftigen. Es ist eines unterer Projekte für dieses Semester. Zusammen mit zwei Tübinger Schulen werden wir im TüPedia arbeiten. Wer die Planung, die jetzt gerade anläuft anschauen und natürlich auch gerne mitdiskutieren möchte kann dies auf unserer Wikiversity-Seite tun.
http://allmende.stadtwiki.info/wiki/Stadtwiki

Advertisements




EM 2008 – unser Projekt

16 07 2008

Dass ich in letzter Zeit weniger zum Schreiben kam, lag nicht nur an Bio, sondern unter anderem auch an unserem Projekt in E-Learning. Zusammen mit vier anderen Studenten und Studentinnen, u.a. Jens und David, ist dieses Projekt im Laufe des Semesters entstanden. Damit sich die ganze Arbeit richtig lohnt, poste ich den Link mal in meinem Blog. Würde mich freuen, wenn ihr euch die Seiten anschaut. Bin dabei natürlich für Lob, Kritik und Fragen ganz offen.

Link zum Projekt

Kurze Beschreibung
Im Projekt geht es vor allem um die Teilnehmer der EM 2008, um Ergebnisse und Ereignisse und um die Abseitsregeln. Zu jedem dieser Themen gibt es Informationsseiten und Quizseiten auf denen überprüft werden kann, wie viel der Information angekommen ist. Bei den Teilnehmern der EM werden außerdem die Unterthemen Nationalhymnen, Flaggen und geografische Lage der Länder behandelt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!





Beispiel für den Computereinsatz in NWA

29 05 2008

Warum fliegen Flugzeuge? Warum brennen Glühlampen durch? Warum hat der Mond unterschiedliche Formen?

Diese Fragen und mehr, werden auf SWR Wissen beantwortet. Auf den Seiten zu Themen der Physik und Chemie, befinden sich neben einem Film zum Thema, ein Versuch, der interaktiv durchgeführt werden kann und Informationsseiten zu Unterthemen von denen das Phänomen abhängt. In meinem letzten Praktikum habe ich die Seite zum Thema Mondformen in meinen Unterricht eingebaut und die Schüler in einem Gruppenpuzzle Unterthemen behandeln lassen. Ganz toll fand ich dabei den Versuch, in dem der Umlauf des Monds um die Erde, Sonnen – und Mondfinsternisse dargestellt und nachempfunden werden können. Das einzig negative an der Seite ist für mich die Seitennavigation. Es gibt zum Beispiel mehrere Seiten zur Mondtäuschung, aber diese sind nicht in der Hauptleiste an der linken Seite erkennbar, sondern nur oben in einer extra Leiste. Sonst finde ich diese Seiten wirklich gelungen.





Denk-und Geschicklichkeitsspiele

19 05 2008

Ein Thema, das wir uns für unser Seminar ausgesucht haben sind Denkspiele. Da ich ein ziemliches Spielkind bin, habe ich da natürlich gleich mal recherchiert. Dabei bin ich auf eine ganz interessante Sache gestoßen, die ich natürlich gleich mal ausprobieren wollte. Auf dieser Seite stehen verschieden Denk – und Geschicklichkeitsspiele kostenlos zur Verfügung. Ich mag besonders Spiele, die man direkt online spielen kann. Diese gibt es hier. Außerdem stehen einzelne Spiele mit ihrem HTML-Code zur Verfügung und der Möglichkeit diese kostenlos in eigene Homepages oder Blogs einzubauen. Es werden hierfür nicht besonders viele zur Auswahl geboten, aber die Idee ist gut. Leider habe ich es nicht geschafft ein Spiel einzubauen. Ist wahrscheinlich bei einer eigenen Homepage auch eher möglich. Dafür dann ein Link zu diesem Geschicklichkeitsspiel. Bei der Suche habe ich mir auch überlegt, ab wann ein Spiel eigentlich als Denkspiel gilt? Gibt es dafür irgendwelche Kriterien? Sucht man Denkspiele im Internet, kommen dabei meistens kleinere Knobelspiele heraus. Dafür gibt es noch einige Seiten, z.B. diese. Das man bei dem hier verlinkten Geschicklichkeitsspiel weniger denken muss, als bei der Lösung eines Sudokus leuchtet ein, aber zum Beispiel bei Strategiespielen, wird oft Nachdenken gefordert. Naja, ich spiele noch ein bisschen, vielleicht fällt dir ja etwas dazu ein.





Computer als Hilfsmittel bei der Pflanzenbestimmung

8 05 2008

Für meinen Biologiekurs Pflanzenbestimmung muss ich ein Herbarium anlegen. Leider habe ich festgestellt, dass mein Wissen, welche heimischen Pflanzen um uns herum wachsen, kurz nach Löwenzahn und Gänseblümchen aufhört. Natürlich habe ich mir Literatur zur Bestimmung von Pflanzen besorgt, aber wenn man so gar keinen Anhaltspunkt hat, was man da vor sich haben könnte, ist das wirklich zum Verzweifeln. Auch wenn wir momentan in unserer Veranstaltung noch über die Verlässlichkeit von Informationen aus dem Netz diskutieren, habe ich hier wieder festgestellt, dass das Internet einfach eine geniale Hilfe sein kann. Unter www.pflanzenbestimmung.de können, wie der Name schon sagt, Pflanzen bestimmt werden. Die Bestimmungsschlüssel gehen wahlweiße über Photos und/oder Merkmale der zu bestimmenden Pflanzen. Das ganze ist super einfach und ich habe tatsächlich fast alle meine Pflanzen gefunden. Natürlich habe ich das dann mit den Beschreibungen in meinem Bestimmungsbuch verglichen. Die waren sich zum größten Teil einig und mir blieb sogar noch Zeit um einige Fotos zu machen.

ab





Computereinsatz in der Schule – Bin ich richtig informiert?

28 04 2008

Thema unseres Seminars ist der Computereinsatz in der Schule. Ich habe mir deshalb Gedanken gemacht, welche Rolle der Computer bei der Informationsbeschaffung spielt, welche nützlichen Tipps man den Schülern zu Informationen aus dem Internet geben kann, wie man sie darauf hinweist, dass Recherche nicht ein komplettes Referat kopieren heißt und wie man sie warnt, dass nicht alle Seiten pro Abruf 9€ kosten. Das ist gar nicht so einfach. Das Internet ist inzwischen komplett überfüllt mit Informationen, die natürlich nicht alle richtig sind. Wie man an diesem Blog sehen kann, darf jeder schreiben was er möchte, deshalb sollte man wissen, welchen Quellen man eher vertrauen kann. In einem anderen Seminar haben wir WebQuests behandelt. Das sind angeleitete Recherchen, bei denen die Schüler ein Thema und Seiten zur Informationssuche angeboten bekommen, die auf jeden Fall zuverlässige Quellen darstellen. Wer mehr darüber wissen möchte kann sich hier informieren (wohl eine zuverlässige Quelle). Da die Schüler die Aufgabe am besten auch auf einer Homepage, möglichst motivierend, dargeboten bekommen sollten und der Lehrer vorher alle Links auswählen muss, die ständig überprüft werden müssen, ist diese Methode natürlich mit viel Aufwand verbunden, aber sicherlich eine gute Möglichkeit für die Schüler, die Informationsbeschaffung im Netz kennenzulernen. Danach sollte man mit den Schülern erarbeiten worauf sie achten sollen. Ich habe mir ein paar Anhaltspunkte für eventuelle Fragen überlegt, die man sich als Nutzer stellen sollte.

  • Kann man der Seite entnehmen, wer die Informationen verbreitet?
  • Ist der Autor qualifiziert oder ein Laie?
  • Wird angegeben, woher der Autor die Inhalte hat (Literaturverzeichnis)?
  • Welche Ziele verfolgt die Seite? Werbung oder objektive Forschung?
  • Ist das Angebot kostenlos, oder fallen Kosten an?
  • Darf man Inhalte (Bilder, Videos, etc.) entnehmen, oder ist das rechtlich schwierig?

Es gibt sicherlich noch mehr Kriterien, die berücksichtigt werden können und sollten, deshalb gebe ich hier mal wieder die Möglichkeit weitere Ideen zu posten.